Technik von A bis Z
Communications as a Service (CaaS, Kommunikation als Service)
IP-Telefonie, die im Datenzentrum eines Drittanbieters untergebracht ist, von diesem verwaltet wird und sein Eigentum ist.
Computer Supported Telecommunications Application (CSTA)
ECMA-Standard für computergestützte Telekommunikationsapplikationen, die darauf ausgelegt sind, Datenverarbeitung und Telefonie als CTI zu kombinieren. Der Standard definiert das Format und den Typ der Nachrichten für unterschiedliche Funktionsmerkmale, wie beispielsweise Anklopfen, Anrufumleitung, Drei-Wege-Konferenz usw. CSTA ist keine spezielle Schnittstelle, sondern vielmehr eine Richtlinie für die standardisierte Implementierung von CTI-Funktionalität. CSTA wurde von fast allen Herstellern von Telekommunikationssystemen akzeptiert und übernommen. Beispiele für die auf Standards basierenden Implementierungen gemäß den CSTA-Definitionen sind die Programmschnittstellen TSAPI und TAP.
Computer Telephony Integration (CTI)
CTI bezieht sich auf die computergestützten Telefoniedienste, einschließlich der Unterstützung unterschiedlicher Leistungsmerkmale, Vermittlungsfunktionen, Verwaltung von Telekommunikationsanlagen und Abrechnung.
Eine CTI-Plattform sollte fehlerresistente Server verwenden und konform zu den ITU-Empfehlungen H.100 und H.110 sein. Zu den funktionalen Leistungsmerkmalen sollten eine intelligente, netzwerkfähige Anrufverarbeitung, die Automatisierung von Management-Funktionalität innerhalb von Call Centern, Software- und datenbankgesteuerte ACD-Funktionalität sowie Mechanismen für die Aufzeichnung und Anzeige gespeicherter und ausgewerteter Kontaktdaten gehören.
CorNet IP
Routing-Protokoll, das auf bestehenden Protokollen basiert, wie etwa H.323, MGCP, Megaco oder RTP, und die für die IP Telefonie benötigte Signalisierungs- und Steuerungsfunktionalität beinhaltet. CorNet IP ist für Netzwerkarbeit in paket- und leitungsvermittelten Netzwerken geeignet. Weil das Protokoll eine Signalisierung beinhaltet, unterstützt es die dezentralisierte Telefonie.
Customer Relationship Management (CRM)
Mischung aus Software- und Geschäftsstrategie, die sich an Kundenbedürfnissen orientiert. Diese Technik erlaubt es Unternehmen, den Kundenservice zu verbessern und die Kundenkontakte in Form von Kundendaten zu verwalten. CMR arbeitet auch mit Bereichen wie Data Warehousing, Verteilung, Vertrieb, Call Center usw. zusammen und betrachtet die Kundenorientierung als ganzheitlichen Ansatz. Verschiedene Abteilungen können auf eine gemeinsame Kundendatenbank zugreifen.
Dual-mode
Ein mobiles Sprach-Endgerät, das sowohl in einem WLAN-Netzwerk als auch in einem öffentlichen Funknetzwerk (GSM/3G usw.) eingesetzt werden kann.
Enterprise Resource Planning (ERP)
Software-Lösungen für die Steuerung von Geschäftsprozessen, unter anderem: Warenverwaltung, Speicherung, Produktionsplanung, Buchhaltung und Personal. ERP-Systeme unterstützen immer mehr Unternehmensnetzwerke, das Internet, eCommerce- und eProcurement-Einrichtungen sowie andere elektronische Prozesse, einschließlich CRM und EAI.
Fixed Mobile Convergence (FMC)
Die Fähigkeit, Anrufe nahtlos von einem Funknetzwerk auf ein Festnetzwerk (und umgekehrt) weiterzuschalten, während das Gespräch auf einem mobilen Dual-mode-Endgerät stattfindet. Bedingt die Integration von Wide-Area-Mobilfunkbetreiber-Technologie und Unternehmenstechnologie (wie ein Wireless LAN for Voice).
Hostet UC
Unified Communications als monatlicher, gehosteter Service von einem Service-Provider gekauft. Applikationen können von einem MSP oder von dem eigenen Datenzentrum eines Unternehmens, das mehrere Abteilungen bedient, gehostet werden.
H.322
Bildtelefoniesysteme und LAN-Endgeräte mit Quality of Service. Dieser Standard basiert direkt auf IEEE 802.9, das LANs mit schnellen Antwortzeiten beschreibt – ein wichtiges Kriterium für Videokonferenz-Systeme.
H.323
Internationaler ITU-Standard für Sprache, Daten- und Videokommunikation über paketorientierte Netzwerke. H.323 wurde für die Übertragung von Multimedia-Applikationen entwickelt und bildet die Grundlage für VoIP und Video-over-IP.
Der Standard H.323 umfasst verschiedene Signalisierungsprotokolle für den Austausch von Verbrauchergerätefunktionen, Verbindungskontrolle, Statusinformation und Datenflusskontrolle.
IP PBX
Eine IP PBX ist eine Nebenstellenanlage (Telefonvermittlungssystem innerhalb eines Unternehmens), das Anrufe zwischen VoIP-Benutzern auf Leitungen innerhalb des Unternehmens schaltet, während es allen Benutzern im Unternehmen erlaubt, eine bestimmte Anzahl externer Telefonleitungen gemeinsam zu nutzen. Einer der wichtigsten Vorteile einer IP PBX ist, dass sie konvergente Daten- und Sprachnetzwerke verwendet. Das bedeutet, dass Internet- und Intranet-Zugriff sowie VoIP-Kommunikation und traditionelle Telekommunikation alle unter Verwendung einer einzigen drahtlosen oder kabelgebundenen Verbindung zu jedem Benutzer möglich sind.
IP Telefonie (IPTEL)
Die IP-Telefonie ist die Sprachübertragung über Datennetzwerke über das Internet Protocol. Es handelt sich um eine Technologie, die auf paketvermittelten Netzwerken, Sprachkomprimierungsalgoritmen und flexiblen Transformationstechniken basiert. Internet-Telefonie und VoIP-Services sind einer normalen digitalen Kommunikationsübertragung überlegen.
Information Technology Infrastructure Library (ITIL)
ITIL ist ein Rahmengerüst der Best Practices für die Bereitstellung und die Verwaltung von IT-Services. ITIL wird von einem übergreifenden Zertifizierungsschema unterstützt, von anerkannten Schulungsorganisationen sowie von Implementierungs- und Bewertungswerkzeugen.
Instant Messaging (IM)
Instant Messaging ist eine IP-basierte Applikation, die eine bequeme Kommunikation zwischen Personen unter Verwendung der unterschiedlichsten Gerätetypen unterstützt. Am gebräuchlichsten ist heute das Instant-Messaging als Text von Computer zu Computer. Aber Instant Messaging funktioniert auch mit mobilen Geräten, wie beispielsweise digitalen Mobiltelefonen, und kann Sprache oder Video beinhalten. Instant-Messaging unterscheidet sich von der normalen E-Mail durch die Unmittelbarkeit des Nachrichtenaustauschs und macht den fortgesetzten Austausch einfacher, als E-Mails hin und her zu senden.
Integrated Services Digital Network (ISDN)
ISDN wurde als Kommunikationsnetzwerk für die Sprachübertragung ausgelegt. Digitale Übertragungstechnologien erlauben die äquivalente Bearbeitung von Text-, Bild- und Sprachdaten. So wie das POTS-Netzwerk verwendet ISDN eine Leitungsvermittlung, um bei Bedarf eine transparente, physische, durchgängige Verbindung herzustellen.
Für den digitalen Austausch wird eine digitale Anschluss-Steckdose bereitgestellt, an die die ISDN-Ausrüstung der Verbraucher angeschlossen werden kann, der so genannte Basisanschluss (BA) mit der S0-Schnittstelle.
Benutzer mit Basisanschluss haben zwei Basiskanäle (B-Kanäle) mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von 64 kbps und einen Steuerkanal, den so genannten D-Kanal mit 16 kbps.
Interactive Voice Response (IVR)
Dialogorientiertes Sprachsystem zur Auslagerung von Routinearbeiten und zum Warteschlangenmanagement in Call Centern. IVR verwendet Unified Messaging, um die Implementierung eines sprachgesteuerten Menüs zu unterstützen. Benutzer drücken Tasten oder wählen Optionen per Sprachsteuerung aus.
IT Service Management (ITSM)
ITSM ist ein Ansatz, der bewährte Methoden, wie etwa Prozessmanagement und bekannte Best Practices aus der Branche im Bereiche des IT-Service-Managements kombiniert, um es einem Unternehmen zu ermöglichen, qualitative IT-Services zu bieten, die die Geschäftsbedürfnisse der Kunden befriedigen und die in den Dienstgütevereinbarungen vorgegebenen Leistungsziele realisieren.
Konferenzen
Bezieht sich in der Regel auf Audio-Konferenzen. Dies ist normalerweise ein Angebot vom Service-Provider, wobei mehrere Teilnehmer sich einwählen können, um an einem einzigen Gespräch teilzunehmen. Bedingt, dass alle Teilnehmer die entsprechende Nummer, das Passwort sowie die Startzeit des Gesprächs kennen. Manchmal auch als Meet-me-Konferenzen bezeichnet, wobei sich alle über eine Konferenz-Bridge treffen. Audio-Konferenzen sind ein Leistungsmerkmal, das auch auf Unternehmenssprachnetzwerken unterstützt wird, und bieten normalerweise 4 bis 8 Personen die Teilnahme an einer Konferenz.
Meet-me-Konferenzen
Bezieht sich in der Regel auf Audio-Konferenzen. Dies ist ein Angebot vom Service-Provider, wobei mehrere Teilnehmer sich einwählen können, um an einem einzigen Gespräch teilzunehmen, das zuvor nicht reserviert wurde. Bedingt, dass alle Teilnehmer die entsprechende Nummer, das Passwort sowie die Startzeit des Gesprächs kennen. Normalerweise muss sich der Leiter einwählen, bevor eine Konferenz beginnen kann.
Webkonferenzen
Ein Werkzeug für mehrere Benutzer, sich online zu treffen, um Informationen in Echtzeit anzuzeigen oder auszutauschen. Bedingt, dass sich die Benutzer an einem zentralen Server anmelden, der alle Benutzer authentifiziert, bevor sie an dem virtuellen Meeting teilnehmen können. Kann auch Sprachkanäle beinhalten, so dass mehrere Personen sprechen können, während sie Inhalte gemeinsam nutzen. In einer idealen Einsatzsituation sind Webkonferenzen ein Werkzeug, das innerhalb einer vollständigen UC-Lösung zur Verfügung gestellt wird. In einigen Fällen können Webkonferenzen durch einen einzigen Klick gestartet werden, und das System ruft alle Teilnehmer auf ihren bevorzugten Endgeräten an, um die Konferenz zu starten.
Videokonferenzen
Ein Werkzeug für mehrere Benutzer, sich visuell zu treffen, um Informationen in Echtzeit anzuzeigen oder auszutauschen. Emuliert ein Meeting, bei dem alle Teilnehmer am selben Standort anwesend sind. Bedingt, dass sich die Benutzer an einem zentralen Server anmelden, der alle Benutzer authentifiziert, bevor sie an dem virtuellen Meeting teilnehmen können. In einer idealen Einsatzsituation sind Videokonferenzen ein Werkzeug, das in einer vollständigen UC-Lösung zur Verfügung steht, und kein separates System.
Konvergenz
Bezieht sich auf die Fähigkeit, eine Vielzahl von Kommunikationsmedien mit unterschiedlichen Technologien zu integrieren. Beispielsweise kann ein lokales Netzwerk öffentliche Telefonleitungen, Wireless LAN, Funkanlagen oder private Anlagen verwenden.
Least Cost Routing (LCR)
Wertschöpfender Telekommunikationsservice, der die Liberalisierung der Telekommunikation widerspiegelt. LCR bietet den Netzbetreibern die Möglichkeit, Anrufe über den billigsten Provider umzuleiten. Least Cost Routing wird für jede Verbindung berechnet und angewendet. LCR ist bezeichnend für die verschiedenen Tarifsysteme, die die einzelnen Telekommunikationsanbieter verwenden, wobei die Tageszeit, die Distanz und die Kapazität eine Rolle spielen.
Ein LCR-System benötigt also aktuelle Preisinformationen, um die billigste Verbindung auswählen zu können. Ein System dieser Art basiert auf einer Datenbank, in der immer die neuesten Preisinformationen abgelegt sind, so dass es die Anrufe optimal platzieren kann.
Managed Service Provider (MSP)
Normalerweise ein Unternehmen oder ein Service Provider, der ein Hosting für Applikationen anderer Unternehmen anbietet. Anders als die Sprachanbieter (die üblichen Telekommunikationsanbieter) sind diese MSPs datenzentriert in ihrem Geschäft und hosten Services wie etwa Microsoft Exchange, Outlook, eigene CRM-Lösungen usw. für Unternehmen, die entweder zu klein sind, als dass sei eine eigene IT-Abteilung hätten, oder die die Software nicht selbst besitzen / verwalten wollen. MSPs bieten heute im Allgemeinen VoIP-Services an und sind ein primäres Ziel für OpenSpace Enterprise Hosted. Sie können dann ihren Kunden gehostete UC-Services verkaufen. Ein großes Unternehmen kann auch als eigener Service-Provider agieren und von einem zentralen Datenzentrum aus Services für verschiedene Abteilungen an verteilten Standorten verwalten.
Microsoft Office Communicator (MOC)
Microsoft Office Communicator ist ein integrierter Unified Communications-Client für Unternehmen, der es Wissensarbeitern ermöglicht, in Echtzeit über Instant-Messaging, VoIP oder Videokonferenzen zu kommunizieren. Office Communicator kann nicht als eigenständige Applikation eingesetzt werden, sondern benötigt für seine Ausführung den Microsoft Office Communications Server.
Mobilität
Allgemeiner Begriff für die Fähigkeit eines Benutzers, auf Kommunikationssysteme und Unternehmensdaten zuzugreifen, ohne in seinem eigentlichen Büro zu sein. Ein Unternehmen mit Mobilitätsstrategie kann eine das Firmengelände übergreifende Mobilität oder sogar eine weltweite Mobilität bereitstellen, abhängig von der Arbeitsumgebung der Mitarbeiter. Bedingt, dass Benutzer Mobilitätgeräte haben, die mit dem öffentlichen und privaten Funknetzwerk verbunden werden können, von wo aus sie auf Unternehmensdaten und alle Sprachwerkzeuge zugreifen können, als wären sie in ihrem Stammbüro. Teilnehmer können auf ihrem mobilen Endgerät genauso einfach erreicht werden wie an ihren festen Netzwerkgeräten.
One Number Service
Ein Software-gestützter Service, der es Benutzern ermöglicht, eine einzige Telefonnummer weiterzugeben, unter der alle Anrufe an ein beliebiges Telefon weitergeleitet werden, das gerade als das bevorzugte Telefon dieses Benutzers ausgewählt ist.
Open Communications (OC)
Kommunikationstechnologie, die auf offenen Standards (SIP, SML) und serviceorientierten Architekturen (SOA) basiert. In dieser offenen Umgebung wird die Kommunikation zu einer Software-Applikation, die in der IP-Applikationslandschaft unserer Kunden ausgeführt wird und nicht Teil einer firmeneigenen Netzwerkarchitektur ist, sondern vielmehr offen für alle Formen von Netzwerktopologien von einer großen Vielfalt unterschiedlicher Anbieter.
Präsenz
Begriff aus der Telekommunikationsbranche für die Fähigkeit, zu erkennen, ob jemand für die Kommunikation verfügbar ist. Die meisten Kunden kennen dieses Konzept unter „ich weiß, dass mein Kollege gerade online ist“ und nicht unter dem Begriff Präsenz. Auf grundlegendster Ebene bezieht er sich auf Instant-Messaging-Präsenz.
Aggregierte Präsenz
Begriff von Siemens Enterprise Communications, der das fortschrittliche Präsenzmodell aus OpenScape UC Application beschreibt. Bei diesem Präsenzmodell wird die beschränkte Präsenzdarstellung von IM-Systemen erweitert und bietet den Benutzern stattdessen eine vollständige übersicht über den Status einer Person, und auch dessen, ob diese Person über Sprache (Sprachpräsenz), Video (Videopräsenz) oder Instant-Messaging erreichbar ist.
Sprachpräsenz
Präsenz, die anzeigt, ob ein Kontakt für einen Sprachanruf zur Verfügung steht oder bei seinem Telefon ist. Anbieter verwenden verschiedene Modelle, um Sprachpräsenz zu bieten. Die meisten beziehen in den Online- / Offline-Information nur die von diesem Anbieter bereitgestellten Telefoniegeräte / Clients ein. OpenScape UC Application-Sprachpräsenz bezieht sich auf den Sprachpräsenzstatus jedes anwählbaren Telefons, das aktuell als das bevorzugte Telefon des Benutzers ausgewählt ist. Dies ist ein Schlüsselaspekt der Differenzierung für uns.
Telepräsenz
Ein Marketingbegriff, der eine Folge von Technologien beschreibt, die den Eindruck erwecken, dass Sie sich an einem Standort befinden, während dies überhaupt nicht der Fall ist. Das Ziel ist, eine Erfahrung zu schaffen, bei der die Teilnehmer im selben Raum zu sein scheinen. Dieser Begriff wird allgemein für das Marketing der Anbieter sowie ihren Verkauf von professionellen Videokonferenzsystemen verwendet, die eine physische Meeting-Umgebung emulieren, die einen sehr realistischen Eindruck vermittelt. Dies ist das Gegenteil der Videoerfahrung der „sprechenden Köpfe“, wie sie die Endverbraucher benutzen.
Public Key Infrastructure (PKI)
Umgebung, die Verschlüsselungsservices und digitale Signaturen basierend auf Ansätzen mit öffentlichem Schlüssel bietet. Diese Sicherheitsinfrastruktur wertet den öffentlichen Schlüssel eines Zertifikatinhabers aus, indem sie das Zertifikat mit der digitalen Signatur einer Zertifizierungsorganisation signiert.
Die Sicherheitsinfrastruktur sorgt für eine vertrauenswürdige Netzwerkumgebung, wo die Verschlüsselung gegen unerlaubten Zugriff geschützt und die Authentizität eines Antwortenden durch die digitale Signatur garantiert ist.
Die PKI-Architektur umfasst PCA (Policy Certification Authority), CA (Certification Authority), RA (Registration Authority) und den Zertifikateigner, die alle unterschiedliche Rollen spielen.
Public Switched Telephone Network (PSTN, öffentliches Telefonnetz)
Das PSTN ist das Netzwerk der weltweiten, öffentlichen, leitungsvermittelten Telefonnetzwerke. Ursprünglich war das PSTN ein Netzwerk aus analogen Festleitungs-Telefonsystemen, aber jetzt ist es fast vollständig digital und beinhaltet mobile sowie feste Telefone. Das PSTN spielt eine Rolle in jeder Netzwerkumgebung des Unternehmens.
Quality of Service (QoS, Dienstgüte)
Generischer Begriff für alle Methoden, die den Verkehr in LANs und WANs formen, um sicherzustellen, dass einem Empfänger ein Service mit einer bestimmten Qualität bereitgestellt wird.
- Die ITU hat ein hierarchisches QoS-Modell entwickelt, das die technischen Aspekte eines Service sowie die Verfügbarkeit und die Endgeräteoperationen berücksichtigt. ITU spezifiziert drei QoS-Klassen.
- Die IETF hat mehrere Ansätze für die Echtzeitdatenübertragung über das Internet entworfen. Sie beinhalten IPv6, das ein Feld für die Datenflussbezeichnung im Header hat.
- ATM verwendet QoS, um die Serviceparameter innerhalb einer ATM-Verbindung zu spezifizieren. Sie beinhalten etwa die Zellverlustrate und die Zellverzögerung.
Return on Investment (ROI, Gesamtkapitalrentabilität)
Die Rentabilität des Gesamtkapitals.
ROI = Profit ÷ Gesamtkapital × 100%
Je höher der ROI, desto besser wird das verfügbare Kapital bzw. die Vermögenswerte genutzt.
Server
Ein Computer oder ein Softwareprogramm, die eine bestimmte Funktion erfüllen und Services für entfernte Client-Maschinen oder Applikationen bereitstellen. Häufig ist damit sowohl Software als auch Hardware gemeint.
Serviceorientierte Architektur (SOA)
Begriff aus der Telekommunikationsbranche, der eine offene Softwarearchitektur bezeichnet, die erlaubt, dass Software aus modularen, wiederverwendbaren Teilen (zu Services zusammengefasst) aufgebaut wird, die jeweils eine bestimmte Funktion erfüllen. Unterschiedliche Services können kombiniert werden, um eine Applikation oder eine Applikationsmenge zu schaffen, die auch eine gemeinsame Benutzeroberfläche haben können.
Session Initiation Protocol (SIP)
Das Session Initiation Protocol ist ein Steuerprotokoll (Signalisierung) für die Kommunikation auf Anwendungsschicht. SIP ist so ausgelegt, dass es unabhängig von der zugrunde liegenden Transportschicht ist.
Softphone
Software-Programm für die Durchführung von Telefongesprächen über das Internet unter Verwendung eines normalen Computers statt ganz bestimmter Hardware. Häufig verhält sich ein Softphone wie ein traditionelles Telefon, das manchmal auch wie ein Abbild eines Telefons aussieht, mit einem Display und Tasten, die der Benutzer bedienen kann. Ein Softphone wird normalerweise mit Headset, das an die Soundkarte des PC angeschlossen ist, oder mit einem USB-Telefon betrieben.
Software Development Kit (SDK)
Verschiedene Werkzeuge für die Entwicklung von Applikationen für eine bestimmte Plattform. Ein SDK enthält normalerweise einen Compiler, einen Linker und einen Debugger. Er kann auch Bibliotheken und Dokumentation für APIs enthalten.
SoHo (Small office, Home-office)
Bezieht sich auf den Small-Office- / Home-Office-Markt. Produkte für diesen Markt beinhalten Hardware und Software, Netzwerkverbindungs- und -zugriffstechnologien, und werden als SoHo-Produkte bezeichnet. SoHo-Produkte sind in Preis und Leistung auf die Bedürfnisse von Freiberuflern und Selbstständigen ausgerichtet.
Telephony User Interface (TUI)
Eine automatisierte Aufzeichnung, die einen Benutzer empfängt, der die Messaging-Mailbox anruft, normalerweise über eine privat veröffentlichte Unternehmenstelefonnummer. Nachdem der Benutzer authentifiziert ist, erhält er Zugang zu unterschiedlichen Funktionen des Systems. In einem UC-System kann das der Zugriff auf eine einheitliche Mailbox, einen persönlichen Kalender sowie auf Unternehmens- und private Verzeichnisse für die Ausführung direkter Anrufe sein. Ein TUI für ein UC-System könnte auch die Option anbieten, den Präsenzstatus oder die Gerätepräsenz zu ändern / überprüfen. In einigen Fällen kann die TUI auch genutzt werden, um Konferenzanrufe zu starten oder ihnen beizutreten.
Die TUI kann auf DTMF-Tastencodes oder Sprachbefehle ausgelegt sein, falls die UC-Lösung eine automatische Spracherkennung unterstützt. Mobilbenutzer können am meisten von der TUI profitieren.
Telepräsenz
→ siehe Präsenz
Text-to-Speech (TTS)
Ein synthetisierter Sprachausgabemechanismus, der einem Benutzer ermöglicht, eine E-Mail-Nachricht über das Telefon über eine TUI anzuhören.
Time Division Multiplexing (TDM, Zeitmultiplex)
Beim Zeitmultiplex-Verfahren folgen Datenübertragungen auf individuellen Verbindungen einem vordefinierten Multiplex-Plan, wobei jedem Kanal ein fester Zeitschlitz zur Verfügung steht.
Die Länge des Übertragungsblocks ist von der Anzahl der Endgeräte abhängig, die angeschlossen werden müssen, und ist in internationalen Standards für PCM-Übertragungssysteme für die Nutzung in öffentlichen Netzwerken definiert.
Zeitmultiplex unterscheidet zwischen synchronem TDM und asynchronem TDM. Der synchrone Ansatz definiert Übertragunsblöcke, die mehrere Zeitschlitze fester Größe umfassen. Jedem Benutzer wird ein bestimmter Zeitschlitz innerhalb des Blocks zugewiesen; Benutzer können innerhalb der Dauer des Zeitschlitzes übertragen oder empfangen.
Total Cost of Ownership (Gesamtbetriebskosten)
Begriff der Gardner Group, der alle Kosten beinhaltet, die durch die verteilte Datenverarbeitung entstehen. TCU beinhaltet Beschaffungskosten, technischen Support, Administration und Endbenutzeroperationen.
Unified Communications (UC)
UC-Lösungen setzen auf einer starken Sprachbasis auf und konzentrieren sich darauf, die Kommunikation und die Zusammenarbeit in Geschäftsprozesse zu integrieren. Damit werden die Produktivität und die Effektivität von Arbeitsplätzen gesteigert. UC-Lösungen sollten Software-basiert, offen und erweiterbar sein und die vom Kunden gewählten Dienstleistungen unterstützen, wie etwa:
- Sprache auf Unternehmensebene mit Skalierungsfähigkeit und Flexibilität der Netzbetreiberklasse
- Präsenz über mehrere Medien
- Instant-Messaging
- Audio- und Videokonferenzen zwischen einzelnen Personen und ganzen Gruppen
- Webkonferenzen (Daten und Applikationen)
- Kunden-Interaktionszentren
- Unified Messaging
- Mobilitätslösungen
- Communications-Enabled Business Processes (CEBP, kommunikationsgestützte Unternehmensprozesse)
Diese Elemente sind als Software-Services oder von der vorhandenen Geschäftsanwendungssoftware des Kunden aus steuerbar.
Unified Messaging (UM)
UM bietet eine Untermenge an UC-Funktionalität und wird im Allgemeinen als Teil einer vollständigen UC-Lösung betrachtet. UM ist eine Branchenbegriff für ein System, das Nachrichten auf unterschiedlichen Medien sammelt und anzeigt (normalerweise Sprache, E-Mail und Fax), nämlich innerhalb eines E-Mail-Clients (häufig in eine Groupware-Plattform wie Microsoft Exchange mit dem Outlook-Client oder Lotus Domino mit dem Notes-Client integriert). UM-Benutzer können über impulsgesteuerte Telefone oder eine Sprachschnittstelle auf alle ihre Nachrichten zugreifen und ihr Eingangspostfach von PCs, Laptops oder Webportalen verwalten. Im Hintergrund können UC-Systeme einen Nachrichtenspeicher (vereinheitlichte Architektur) haben. Die von uns eingesetzten Systeme unterstützen beide Ansätze, um eine maximale Flexibilität beim Einsatz zu bieten.
Videokonferenzen
→ siehe Konferenzen
Voice Messaging (Sprachnachrichten)
Begriff aus der Branche, der ein System bezeichnet, das Sprachnachrichten über ein einziges Medium sammelt. Wird häufig für alte Voicemail-Systeme verwendet wie etwa PhoneMail, die eine proprietäre Speichertechnologie verwenden und an eine Unternehmens-PBX angeschlossen sind. Ein moderneres Sprachnachrichtensystem kann UM-fähig sein, so dass es in unterschiedliche Groupware-Plattformen integriert werden kann, wie Microsoft Exchange mit dem Outlook-Client oder Lotus Domino mit dem Notes-Client.
Voice over Internet Protocol (VoIP)
Ein Zwischenschritt von der POTS-Welt (Plain Old Telephony Systems) zu den Unified Communications-Lösungen. VoIP basiert auf
- Proprietärer und allgemeiner Hardware und Software
- Konvergenten IP-Netzwerken
Voice over WLAN (VoWLAN)
VoWLAN ist eine Wireless-Erweiterung von VoIP over LAN. Dank der heutigen Standards kann VoWLAN ganz einfach mit fortgeschrittenen QoS- und CAC-Services unterstützt werden, wie in 802.11e vorgegeben. Darüber hinaus steht den meisten Unternehmen mit WLAN-Einsatz genügend Bandreite zur Verfügung, die die Überlagerung von Sprachverkehr auf dem Daten-WLAN erlaubt, um eine gemeinsame Infrastruktur zu nutzen.
